Porno

„Pornografische“ Darstellungen, auch explizite der Geschlechtsorgane reichen bis in vorantike Zeiten zurück. Auf Wandbildern im alten Rom und auf antiken griechischen Vasen finden sich derartige Motive. Auch in anderen Teilen der Welt haben ähnliche Darstellungen eine lange Tradition, ein Beispiel ist die Keramik der Mochica im antiken Peru. Seit der Renaissancezeit und vor allem im 18. Jahrhundert wurden „pornografische“ Darstellungen in Form von Kupferstichen verbreitet. Die subjektive Auffassung, was als Pornografie gilt, hat sich seit der Renaissance im Übergang der Stil-Epochen nicht unerheblich verändert, ebenso die Konvention, was sittlich und ästhetisch als darstellbar gerechtfertigt erscheint. Das moderne Konzept der Pornografie existierte bis zum viktorianischen Zeitalter nicht. Während diese zunächst auf Texte über Prostituierte bezogen verstanden wurde, veränderte sich die Bedeutung des Begriffs in den 1860er Jahren zur modernen Definition der Pornografie.[1] Sie erschien erstmals in einem englischen Medizinlexikon von 1857 als „eine Beschreibung von Prostituierten oder Prostitution als Angelegenheit der öffentlichen Hygiene“ (“a description of prostitutes or of prostitution, as a matter of public hygiene”) [2] 1864 erschien die erste Version der modernen Definition im Webster: „liederliches Gemälde zur Dekoration von Wänden in heiligen Räumen für bacchanalische Orgien, die zum Beispiel in Pompeji existieren“ (“licentious painting employed to decorate the walls of rooms sacred to bacchanalian orgies, examples of which exist in Pompeii”)[3]

Nach der Erfindung der Fotografie im 19. Jahrhundert gab es Fotos mit pornografischen Motiven. Ihre Legalisierung fand in Deutschland erst nach dem Zweiten Weltkrieg statt.